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| Home Sprachschule | Kurse & Preise | Fotos | Unterkünfte | Freizeit & Sport | Bewertungen | Stadtinfo | Daten | Kontakt | Informationen über Kanada Vancouver – die Perle am Pazifik - ein Reisebericht über die Sprachschule Vancouver von Tobi Fries | Besucht von Tobi Fries (01/2009) Tannengeruch in der Luft, Sandstrand und Ski-Heil – ein Paradies für Naturliebhaber
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 Ganz klar, Vancouver zählt zu meinen Lieblingsstädten in der Welt. Denn es gibt nur wenige Orte, die soviel ursprüngliche Natur, viele Sportmöglichkeiten und dazu das Gefühl in einer Großstadt zu sein bieten. Denn Vancouver hat viele Seiten, doch dazu später mehr.
Schon bei Ankunft in dem freundlichen Flughafen denke ich mir, dass Leute die hier wohnen spätestens am Terminal denken müssen „endlich zuhause“, so nett wie dieser gestaltet ist. Nach Ankunft wandele ich nämlich zunächst durch eine künstliche, aber sehr schön gemachte Wildniswelt mit plätschernden Bächen und zwitschernden Vögeln, was sich unglaublich entspannt anfühlt. Ich bin das dritte Mal in Vancouver. Die ersten zwei Male bin ich sparsam und fahre mit dem öffentlichen Bus, was ganz einfach geht. Hierfür hebe ich am Geldautomaten kanadisches Geld ab (was ohnehin günstiger ist als es bei der Bank zuhause zu kaufen) und kaufe mir einen Schokoriegel am Kiosk. Auch das ist wichtig, denn für den öffentlichen Bus benötigt man Münzen, sonst lässt einen der Fahrer nicht mitfahren. Der Bus ist ganz einfach zu finden, wenn man weiss, wo man suchen muss. Bei meinem zweiten Mal wusste ich es – beim ersten Mal stand ich nach längerer Suche ohne Münzen vor dem Fahrer, der aber nett war und eine Ausnahme machte, weil ich wohl sehr verzweifelt ausgesehen haben muss. Um diese Geschichte zu vervollständigen möchte ich nun noch aber anfügen, wo man den Bus findet: Aus dem Terminal hinausgehen, dann rechts abbiegen und der Kurve der Straße folgen, bis es nicht mehr weitergeht. Der Bus ist wirklich komplett, komplett am Ende des Terminals an der allerletzten Ecke. Bitte aber aufpassen, denn als ich diesen Januar da war gab es gerade Baustelle – es kann sein, dass sich etwas geändert hat.
Doch diesmal beschreibe ich meinen eigenen Sprachkurs, den ich vor meinem Studium 4 Wochen lang selber in Vancouver gemacht habe. Ich erreiche meine Gastfamilie, die im schönen Stadtteil Kitsilano wohnt, nur fünf Blocks vom Ufer entfernt. Ich bin begeistert, denn es ist mein allererstes Mal in Nordamerika, ich fühle mich wahnsinnig weit weg von zuhause hier in Vancouver, welches subjektiv gefühlt sehr weit im Norden und irrsinnig weit weg im Westen am Pazifik liegt. Ich bin nicht gewohnt in Blocks zu denken, wie man es hier macht, aber gewöhne mich schnell daran. Meine Gastfamilie ist sehr freundlich. Sie haben eine kleine Tochter von 5 Jahren und eine ganz kleine Tochter, die nicht ganz ein Jahr alt ist. Für mich ist es das erste Mal in der Fremde und dazu in einer Gastfamilie, weswegen ich –rückblickend betrachtet wohl nicht ganz korrekt, aber auch nicht völlig falsch- mein Gastgeschenk erst am Ende überreiche. Eine Flasche französischen Chablis, der trotz später Übergabe sehr gut ankommt. Mein Raum ist sehr sauber, nett, aber einfach eingerichtet, und aus meiner heutigen Perspektive mit etwas mehr Reiseerfahrung würde ich sagen: Typisch kanadisch, denn man achtet schon auf Wohlfühlen und nette Kleinigkeiten des Alltags. Auch Freundlichkeit ist hier ein sehr wichtiger Faktor. Kurzum: Ich fühle mich sehr wohl.
Mein erster Tag in der Sprachschule war schwierig. Denn der Lehrer, Bernard, ging schon beim Einstufungstest sehr auf mich ein und stellte zur Feststellung meines Sprachniveaus viele Fragen. Das aber fiel mir schwer, denn Englisch zu lernen war der Grund für meinen Sprachkurs in Vancouver. Ich musste ihm auf Englisch erzählen wo ich herkam, was ich machte, was ich vorhatte. Uihuihui, anstrengend. Dafür kam ich dann in eine Klasse, die schon ganz gut passte. Ich hatte nicht den Eindruck, dass die anderen Studenten der Sprachschule mehr konnten als ich, oder dass ich ihnen voraus war. Es war ein guter Mix. Die anderen Teilnehmer der Sprachreise kamen aus Italien, 2 Jungs meines Alters, sowie drei weitere aus Deutschland (2 Mädchen, ein Junge), ein Mädchen aus der Schweiz, 2 Japanerinnen und eine Koreanerin. Soviel internationale Erfahrung hatte ich mein Leben lang noch nicht gemacht, und ich lernte jeden Nachmittag und Abend weitere kennen, denn die Sprachschule organisierte viele Social Events, bei denen man die anderen Studenten kennenlernen konnte. Das fand ich super, denn eine meiner größten Sorgen zuvor war neben der Privatsphäre in der Gastfamilie das Thema Anschluss gewesen: Würde ich Leute während meiner Sprachreise kennenlernen? Naja, es scheint ganz gut geklappt zu haben, denn am Ende habe ich noch eine fünfte Woche drangehängt, was wohl daran lag, dass ich mich sehr wohl gefühlt habe.
Insbesondere mit Arne hatte ich viel zu tun, einem Jungen aus Kiel. Ich glaube, dass das wichtige und gute daran war, dass wir einen vergleichbaren Hintergrund hatten (beide aus Norddeutschland, beide das erste Mal in Kanada) und dadurch das, was wir sahen und erlebten gemeinsam besprechen konnten. Zum Beispiel unser Ausflug ins Kasino von Vancouver. Wie wir auf die Idee kamen weiss ich nicht mehr, aber aus deutschen Kasinos wusste ich, dass man eine Krawatte tragen musste. Doch woher eine nehmen? Wir fanden eine großartige Krawatte für 2 Dollar, die braun und ziemlich hässlich war und einen Klipser hatte, den man hinter den Kragen klipsen konnte. Also ohne binden. So etwas kannte ich nur aus den Simpsons und wusste nicht, dass es so etwas wirklich gibt. Die Enttäuschung war dann etwas größer als wir feststellten, dass wir die einzigen mit Krawatten im Casino von Vancouver waren – es gab sogar einige Gäste im Bademantel.
Am Anfang hätte ich kaum geglaubt, aber ich habe tatsächlich ordentliche Fortschritte im Englischen gemacht. Ich hatte das Zusatzmodul TOEFL Vorbereitungsklasse für meine Sprachreise gebucht, weil ich nach Rückkehr den TOEFL machen wollte. Vormittags saß ich mit den anderen in einem General Englisch Sprachkurs, dann machten wir Mittagspause, entweder direkt unter dem Gebäude in einem köstlichen Sandwich-Store oder alternativ in der Umgebung, schließlich war die Sprachschule perfekt mitten in Downtown Vancouver gelegen. Nach der Pause hatte ich noch eine Stunde meinen TOEFL-Sprachkurs bevor ich mich am Nachmittag mit den anderen am Kitsilano Beach oder auf Granville Island traf.
Alles in allem hat Vancouver mich seit meiner Sprachreise hierher nicht mehr losgelassen. Wann immer ich die Chance habe, diese Stadt zu besuchen tue ich es gerne und mit viel Freude. Denn diese Mischung aus städtischem Leben, das aber bei extrem geringer Kriminalität und großer Lebensqualität durch Natur und Umgebung ist für mich einmalig. Nicht umsonst landet Vancouver bei Studien über die lebenswertesten Städte immer wieder auf den ersten Plätzen – und ich freue mich darüber, denn würde man mich fragen: Meine Stimme für Vancouver wäre gewiss!
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