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Mein Sprachkurs in Havanna - ein Reisebericht über die Sprachschule Havanna von Bettina W.

Besucht von Bettina W. (12/2009)
Meine Entscheidung zu einer Sprachreise nach Kuba/ Havanna, hat eine längere Vorgeschichte.

Schon im Febr. 2009 habe ich an der VHS meinen 1. Spanischkurs belegt. Hintergrund hierfür war die spanische Salsamusik, die ich aufgrund meiner Tanzbegeisterung höre und einige Menschen die ich kennengelernt habe, deren Muttersprache Spanisch ist. Im Laufe des Jahres kam mir schon der Gedanke eine Sprachreise im Sommer 2010 zu unternehmen, denn für 2009 war schon mein Asienurlaub für Oktober gebucht.

Das ich bei meinem Asienurlaub eine Reisebekanntschaft machte, die schon einen Sprachurlaub in Havanna unternommen hatte und ebenfalls eine begeisterte Salsa-/ und Tangotänzerin ist, war der pure Zufall. Aber durch Sie und der Tatsache, dass ich über den Jahreswechsel einen "Zwangsurlaub" (Betriebsbedingt) von 3 Wochen nehmen mußte, war der Ausschlag den Sprachurlaub schon während des Jahreswechsels umzusetzen. Das Ziel Kuba/ Havanna war auch klar, denn wenn schon verreisen, dann in ein Land in dem es zu dieser Jahreszeit auch warm sein sollte.

Am 18.12. ging meine Reise los, wenn auch ein wenig holbrig... Am Abend zuvor habe ich eine SMS von Air France erhalten, in der mir mitgeteilt wurde, daß mein Flug storniert ist (Wetterbedingt). Nach ein paar Telefonaten war klar, daß ich am nächsten Tag trotzdem am AF Counter mich einfinden sollte, damit für mich eine Lösung gefunden werden kann. Nach Umbuchung über Genf nach Paris und von Paris nach Havanna, bin ich auch nur mit einer Gesamtverspätung von 4 1/2 Stunden angekommen. Vom Flughafen hatte ich meinen Gastgeber mitgeteilt, daß ich in Kürze mit einem Taxi Vorort sein würde. Freundlich empfangen und ein wenig "häuslich" in meinem Zimmer eingerichtet, saßen wir auch schon bei ein zwei kleinen Gläsern Rum gemütlich zusammen. Ich muss sagen, dass ich mit meiner Unterkunft und meinem "Gastgeber" mehr als zufrieden war. Die Verpflegung, die Atmosphäre sowie der weitere Sprachstudent, der in den ersten 8 Tagen ebenfalls im Hause war, dies alles waren Gründe für eine sehr angenehme Zeit. Auch die nächsten 2 Wochen hat sich trotz neuen Sprachstudenten nichts daran geändert. Die Atmosphäre im Casa Particular war zu jeder Zeit "casual" und mit dem mindestmaß an Kindertube, die jeder der Anwesenden hatte, war ein unkompliziertes und angenehmes miteinander möglich.

Einige meiner Salsabende konnte ich für eine gewisse Zeit mit einer Mitbewohnerin verbringen, was das Erlebte noch um so schöner machte. Die "Ausgehabende" waren allerdings unter Woche nicht so häufig. Der Morgenunterricht (9h bis 13h) verlangte schon das man einigermassen ausgeschlafen war, ansonsten hätte man die 4 Std. Unterricht nicht durchhalten können. Mein Einzelunterricht fand bei der Lehrerin im Haus statt. Mein "Schulweg" dauerte gerade mal 1 Minute, da die Lehrerin genau gegenüber vom Casa de Particular wohnte :o)))). Ich muss sagen, daß meine Spanischkenntnisse sich nicht gross verbessert haben, aber das lag an mir, weil es für mich so interessant war sich mit meiner Lehrerin über die verschiedensten Themen zu unterhalten und da ich aufgrund meiner minimalen Spanischvorkenntnisse nicht in der Lage war es in Spanisch zu erzählen und deshalb sehr gerne ins Englische gewechselt habe...... Auf jeden Fall, waren die Schulstunden sehr kurzweilige Stunden für mich :o)))

Auch im Casa habe ich nicht die Chance genützt die spanische Sprache zu prakizieren, da es für mich "einfacher" war sich mit den anderen Mitbewohnern auf Englisch zu unterhalten.

An den Nachmittagen bin ich sehr oft von "meinem" Stadtteil Vedado über den Malecon (Strandpromenade) in die Altstadt gelaufen. Oh wie ich den Plaza Vieja liebe. Das Café Estorial war eines meiner häufigen Ziele. Ganz gemütlich bei ein oder zwei 2 Kaffees (mit oder ohne Alkohol) dort zu sitzen, Hausaufgaben zu machen, zu lesen oder einfach Leute zu beobachten, dass war eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Generell hatte ich so gut wie nie ein Programm sondern hab mich einfach "treiben" lassen. Aufgrund des für diesen Winter sehr kühlen Temperaturen (Tagsüber 17°C, Nachts ca. 5°C), hat es mich nur einmal an den Playa del Este verschlagen. Dieser Sandstrand ist ca. 20km östlich von Havanna und ganz bequem mit dem "Touribus", der von 9 Uhr bis 18 Uhr im 30-minütigen Rhythmus gegenüber vom Hotel Inglaterra losfährt, zu erreichen (Kosten Hin- u. Zurück: 3 CUC ca. 2,50 EUR). Wenn ich mal keine Lust hatte vom Casa in die Altstadt zu laufen (ca. 30 Minuten zu Fuss), habe ich mich an den Strassenrand gestellt und eines "inoffiziellen" Taxen (die ganz alten Autos) herangewunken. Diese "Taxen" fahren zwar nicht von Tür zu Tür, aber alle grossen, gängigen Strassen. Eine Fahrt vom Capitolio zur berühmten Eisdiele Copelia, welche in unmittelbarer Näche von meinem Casa war, kostete 50 Cent Peso (ca. 0,40 EUR). Hier ist zu empfehlen, die 50 Cent Peso in Münzen bereit zu haben.

Bei meinen ganzen Havanna-Erkundigungen ist mir aufgefallen, das Havanna nicht so lebendig und "laut" (Musik an jede Ecke) ist, wie ich es gern gehabt hätte und was meine Vorstellung war. Auch was die Tanzlokale angeht, war es sehr übersichtlich und man hatte nicht wirklich die Qual der Wahl. Mein "Hotspot" war das Hotel Florida (La Habana Vieja). Sonntags war das 1830 (am Malecon, direkt am Ende von Vedado kurz bevor Miramar anfängt) eine super schöne Outdoor-Location. Das Vorort bekannte Casa de Musica (im Zentrum, es gibt noch eines in Miramar, in dem ich allerdings nicht war) war nicht mein Ding, denn auf schwarz bemalte Wände und so gut wie kein Licht, steh ich eben nicht.

Mein Fazit ist, dass wenn man keine großen Erwartungen hat und sich einfach treiben lassen kann, ist Havanna genau die "richtige" Stadt, um das "Zuhause" einfach mal komplett zu vergessen. In meinen 3 Wochen habe ich mich nicht einmal gelangweilt. Bei meinen Cafébesuchen oder meinem Nachmittagsdrink auf der Terrasse vom Hotel National, habe ich oft interessante Gespräche geführt und angenehme Stunden verbracht. Ach ja, das La Torre (Bar/ Restaurant im 33. Stock im "Edificio Fosca", Calle 17, im Stadtteil Vedado) möchte ich auch noch erwähnt haben, ebenfalls ein Ort den man mehrfach besuchen kann.

Aufgrund meiner persönlichen schönen Zeit in Havanna, was viel mit den Menschen die ich kennnegelernt habe, meiner Lehrerin und nicht zuletzt dem angenehmen Aufenthalt im Casa de Particular zuzuschreiben ist, kann ich mir derzeit gut vorstellen 2010/2011 wieder in Havanna zu verbringen.

Was ich noch unbedingt anmerken möchte, diese Art von Sprachreise ist für jeden Alter zu empfehlen. Ich (45 Jahre) hatte hier zuerst bedenken, aber egal ob die anderen 37, 55, 27 oder 19 waren, wir hatten zu jeder Zeit eine tolle Stimmung im Casa.


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Besucht von Marcus . W (02/2010)
Durch eine Unterbrechung meiner Erwerbstätigkeit ergab sich die Möglichkeit, einen längeren Auslandsaufenthalt zu planen. Es sollte eine Backpackreise werden. (Reisebericht lesen)


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Letzte Aktualisierung am 19.03.2010

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